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Home / Archiv / September 2 2004 / KÖRPERSPRACHE IN DER GASTRONOMIE

KÖRPERSPRACHE IN DER GASTRONOMIE

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Wer Signale richtig deutet und aussendet, kommt gut an und bessert sein Trinkgeld auf!


Die Körpersprache ist unsere erste und elementarste Sprache. Mit ihr kommunizieren wir ständig. Auch wenn wir nichts sagen, senden wir eine deutliche Botschaft an unser Gegenüber. Durch Gesten, Mimik, Körperhaltung. Nur etwa zehn Prozent sprechen wir mittels Worten. Der restliche Austausch findet nonverbal statt. Die Körpersprache unterstützt unsere verbalen Aussagen und verleiht ihnen Nachdruck, viel mehr verrät sie jedoch über unser Gefühlsleben und wie wir zu unseren Mitmenschen stehen.

Über ein „Gspür“ für körpersprachliche Signale verfügen wir alle, nur fällt es den meisten schwer, Körpersprache gezielt einzusetzen und bei anderen bewusst wahrzunehmen. Schnell schleichen sich Verhaltensweisen ein, die in bestimmten Situationen zu Missverständnissen führen können: Konflikte sind damit vorprogrammiert. Daher kann das Wissen um die nonverbalen Signale überaus hilfreich sein. Nicht nur in privaten zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern auch im Umgang mit Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten. Eine funktionierende interne Kommunikation bringt Teams zu Höchstleistungen und sichert langfristigen Erfolg. Glaubwürdigkeit vermittelt nur, wer sein Verhalten und seine Äußerungen stimmig erscheinen lässt. Das gilt ganz besonders für das Service-Personal in der Gastronomie. Zwar lernt der angehende Kellner schon in der Schule, wo er zu stehen hat oder von welcher Seite er die Speisen und Getränke servieren muss. Etiketteregeln sind allerdings kein Selbstzweck. Nicht um steife Formalitäten sollte es gehen, sondern um freundlichen Umgang zwischen Menschen. Denn der Gast von heute sucht aufrichtige Zuwendung und ehrliches Interesse an seiner Person.

Es ist nicht nur das Lächeln, sondern es sind die kleinen und großen Gesten, die Blicke und die Körperhaltung, welche eine angenehme und von Verständnis geprägte Atmosphäre zwischen Personal und Gast aufbauen. Die ausgesendeten Körpersignale sollen offen, positiv, angenehm und sensibel sein. Darüber hinaus kann das Personal durch die Fähigkeit, die ausgesendeten Signale zu erkennen, direkter auf den Gast und seine Bedürfnisse eingehen.


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